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Xreal verrät auf der Google I/O mehr über Project Aura, seine kabelgebundene Android-XR-Brille

Xreal verrät auf der Google I/O mehr über Project Aura, seine kabelgebundene Android-XR-Brille

Image: Xreal

Xreal hat auf der Google I/O 2026 den ersten detaillierten Einblick in Project Aura gegeben, seine kabelgebundene Android-XR-Brille. Das Unternehmen bestätigte einen weltweiten Marktstart noch vor Jahresende, auch wenn Preis und ein genaues Erscheinungsdatum noch ausstehen.

Das Gerät ist nach Samsungs Galaxy XR das zweite Hardwareprodukt auf Basis von Android XR und das erste mit einem optischen Durchsicht-Design (optical see-through). Träger blicken durch die Gläser auf die reale Welt, statt auf ein Videobild von Kameras. Ein separater Rechen-Puck übernimmt die Verarbeitung, wodurch die Brille selbst leicht genug bleibt, um sie über längere Zeit zu tragen.

Was auf der I/O gezeigt wurde

Zu den Demonstrationen auf der Konferenz gehörten Google Maps in immersivem 3D, die Wiedergabe von 180- und 360-Grad-YouTube-Videos sowie die Integration von Gemini AI für Sprach- und multimodale Interaktion. Xreal zeigte die Brille außerdem über DisplayPort mit einem Laptop verbunden, wobei eine Desktop-Umgebung in das Sichtfeld des Trägers projiziert wurde.

Project Aura basiert auf einem Qualcomm Snapdragon XR-Chipsatz, dem Ergebnis einer Dreierpartnerschaft zwischen Xreal, Google und Qualcomm. Frühere Xreal-Brillen nutzten das unternehmenseigene X1-Silizium.

Zuerst kommt ein Entwicklerprogramm

Begleitend zum Hardware-Update kündigten Xreal und Google das Android XR Developer Catalyst Program an. Ausgewählte Entwickler erhalten Aura-Devkits und Android-XR-Werkzeuge noch vor dem Marktstart für Endkunden. Bewerbungen sind unter g.co/dev/catalyst möglich, die ersten Kits werden in den kommenden Wochen ausgeliefert.

Warum das über Consumer-XR hinaus von Bedeutung ist

Project Aura ist als Consumer-Gerät positioniert, nicht als klinisches. Ein kabelgebundener Formfaktor zum Durchblicken ist zudem ein gutes Stück entfernt von der versiegelten Hardware für das sterile Feld, die in Operationssälen zum Einsatz kommt. Dennoch lohnt es sich für die Medizin-XR-Community, zwei Dinge im Auge zu behalten.

Erstens entwickelt sich Android XR nun sichtbar zu einer ernstzunehmenden dritten Plattform neben Apples visionOS und Metas Horizon OS. Eine Multi-Plattform-XR-Landschaft verändert die Rechnung für Kliniken und Anbieter, die bislang gezögert haben, auf ein einzelnes Ökosystem zu setzen.

Zweitens ist der Formfaktor selbst entscheidend. Leichte optische Durchsichtbrillen mit leistungsfähiger Verarbeitung, Sprach-KI und einem vertrauten Android-Entwicklungsstack senken Kosten und Komplexität bei der Entwicklung von XR-Anwendungen. Dazu zählen die patientennahen, edukativen und rehabilitativen Werkzeuge, auf deren Hardware-Reife die Teams der medizinischen XR gewartet haben.

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